Scope of works
Aktuelle Veröffentlichungen haben belegt, dass langfristige starke Rückgänge der Abundanz und Biomasse von Insekten stattgefunden haben (DEUTSCHE BUNDESREGIERUNG 2017, HALLMANN et al. 2017). Dies hat zu einer gesteigerten Wahrnehmung des Insektenrückgangs in der Öffentlichkeit geführt und den Bedarf zur Umsetzung wirksamer Maßnahmen zum Schutz der Insektenfauna in Deutschland offengelegt. Zudem wurde deutlich, dass für die über 33.000 Insektenarten Deutschlands der Wissensstand zu Vorkommen, Verbreitung und Bestandsentwicklung und deren Ursachen verbessert werden muss. Bislang fehlte jedoch ein bundesweit einheitliches Monitoring der Insektenfauna, um wissenschaftlich belastbare Angaben zum Zustand und zur langfristigen Entwicklung von Insektenbeständen mit standardisierten Methoden auf repräsentativen Flächen zu ermitteln, bundesweit auswerten und damit auch umgesetzte Maßnahmenpakete zum Insektenschutz evaluieren zu können. Vor diesem Hintergrund bat die 89. Umweltministerkonferenz (UMK) am 17. November 2017 in Potsdam in ihrem Beschluss zu Top 40 die Bundesregierung darum, das BfN mit der Erarbeitung eines einheitlichen Methodenleitfadens „Insektenmonitoring“ zu beauftragen und ein nationales Monitoringprogramm für die Erfassung der Insektenfauna in Deutschland zu installieren. Damit sollen fundierte Ergebnisse zur Bestandsentwicklung der einheimischen Insektenfauna erzielt und gleichzeitig die unterschiedlichen Ursachen für den Rückgang der Insekten erforscht werden (BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ 2021, STREITBERGER et al. 2021, LUDWIG et al. 2025). Das Insektenmonitoring ist modular aufgebaut. Ziel der Leistung ist die Umsetzung verschiedener Bausteine (s. Ausführungen unten). Damit werden Daten erhoben, welche zu wissenschaftlich belastbaren Angaben zum Zustand und zur Entwicklung von Insektenbeständen in Deutschland mit reproduzierbaren und standardisierten Methoden auf repräsentativen Flächen beitragen und bundesweit ausgewertet werden können. Es kommt die Methodik gemäß des Methodenhandbuchs zum Insektenmonitoring für das Modul 1E „Wildbienen in Siedlungen“ zur Anwendung. Der entsprechende Auszug des Leitfadens mit detaillierter Methodenbeschreibung befindet sich im Anhang dieser Leistungsbeschreibung. Es erfolgt eine quantitative sowie ergänzend qualitative Arterfassung mit Hilfe einer Transektbegehung sowie eine Erfassung von Umweltvariablen. Die Erfassungen erfolgen je Untersuchungsgebiet und Erfassungsjahr in den unten angegeben Zeiträumen in sechs Erfassungsperioden, die gleichmäßig über den Gesamt-Zeitraum verteilt sind. In jeder der sechs Erfassungsperioden wird pro Stichprobenfläche eine Begehung durchgeführt. Die Erfassungsperioden sind wie folgt terminiert: o Periode 1: 25. März bis 21. April, o Periode 2: 22. April bis 19. Mai, o Periode 3: 20. Mai bis 16. Juni, o Periode 4: 17. Juni bis 14. Juli, o Periode 5: 15. Juli bis 11. August o Periode 5: 12. August bis 08. September. Es sind 6 Untersuchungsgebiete insgesamt zu bearbeiten. Pro Jahr werden 4 Untersuchungsgebiete untersucht (s. Tabelle). Je Untersuchungsgebiet werden fünf 50 m lange Transekte im Siedlungsbereich begangen. Der Verlauf der Transekte wird bei der ersten Begehung durch den AN gewählt, dokumentiert und dem AG mitgeteilt. Die Transekte müssen bei jeder Begehung genau gleich verlaufen. Für die Ersteinrichtung sind zwingend die Vorgaben des Methodenhandbuches umzusetzen! Für die qualitative Erfassung wird der Siedlungsbereich innerhalb der SPF in Viertel aufgeteilt, die jeweils gezielt nach Arten abgesucht werden. Wildbienenindividuen werden in Fällen, wo dies zuverlässig möglich ist, vor Ort lebend bestimmt werden. In den meisten Fällen wird dies nicht möglich sein, da mikroskopische Merkmale zur Determination herangezogen werden müssen. Hierfür werden die Individuen als Belege gesammelt und nach Abschluss der Leistung dem AG zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Leistungsbeschreibung für Los 1 (Anlage 02-1)
- Type
- Invitation to bid / open tender
- Tender
- Sector
- Environment & Climate
- Procedure
- open
- Classification
- 90700000
- Original notice
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